Schulgeschichte

Obwohl Unterricht innerlich und äußerlich vielfältigen Veränderungen ausgesetzt ist, gibt es dennoch Dinge, die die Jahrhunderte überdauert haben. Ein Erlassbuch aus den Jahren 1866 bis 1900 gibt uns Einblicke in den Unterricht vor über 100 Jahren. Manchmal ist es überraschend, wie wenig sich in mancher Beziehung verändert hat!

Unsere Schule war früher eine Volksschule, alle Kinder von sechs bis vierzehn Jahren wurden hier unterrichtet. Das waren dann zwei, nach Geschlechtern getrennte Klassen. Später kam eine dritte, gemischte Klasse für die jüngeren Kinder dazu. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Geschlechter in den Klassen gemischt, bis in die 1960er Jahre gab es wegen Lehrermangels jahrgangsgemischte Klassen. Als vor einigen Jahren den Schulen die Möglichkeit gegeben wurde, jahrgangsgemischte Eingangsklassen zu bilden, wehrten sich in unserem Schulbezirk viele Großeltern vehement gegen diesen jahrgangsübergreifenden Unterricht. Sie hatten ihn aus eigenem Erleben anscheinend nicht in allzu guter Erinnerung.

1968 wurde die Volksschule aufgelöst, es wurde die Grundschule für die Jahrgänge 1 bis 4 und die Hauptschule für die Jahrgänge 5 bis 9, später mit dem 10. Pflichtschuljahr gebildet. In Altendorf-Ulfkotte verblieb die Kardinal-von-Galen-Schule als Grundschule.

Die folgenden Artikel beziehen sich zumeist auf Aussagen aus den umfangreichen Chroniken, Konferenzbüchern und Mitwirkungsprotokollen, die an unserer Schule vorliegen. Dennoch erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Eine große Bitte: Oft gehen Fotos und wichtige Erzählungen nach dem Tod älterer Menschen verloren. Für uns als Schule sind Ausschnitte aus dem Schulleben, Klassenfotos, Poesiealben, alte Schulbücher, Schreibwerkzeug, Tafeln … sehr wichtig. Bevor solche Dinge verloren gehen, möchten wir Sie bitten, uns diese zu geben. Wir haben nur wenig Klassenfotos vorliegen, gerne kopieren wir diese, damit wir den Schülerinnen und Schülern unserer Schule für zukünftige Generationen ein Gesicht geben können.

Die Geschichte des Schulunterrichtes in Altendorf-Ulfkotte können wir in vier Abschnitte einteilen:

1. Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts in der Scheune des Hofes Breil

2. Ende des 18. Jahrhunderts bis 1899 im ersten Schulgebäude – Schule zu Grävingheide

3. 1899 bis 1967 Zweites Schulgebäude – Volksschule zu Grävingheide

4. ab 1967 Kardinal-von-Galen-Schule am jetzigen Standort

Erster Unterricht in der Mitte des 18. Jahrhunderts

Schon sehr früh begann der Unterricht im Kirchspiel Dorsten, jetzt Altendorf-Ulfkotte. Die Pfarrer von St. Agatha in Dorsten hatten die Aufsicht über den Unterricht. Der Schulbesuch war unregelmäßig und fand zumeist nur im Winter statt. Bezahlt wurden die Lehrkräfte durch Schulgeld der Eltern. Zuerst war es wohl ein Schäfer, der ein wenig lesen, schreiben und rechnen konnte und diese Grundlagen den Kindern mehr schlecht als recht vermittelte. Danach werden wohl Franziskanerpatres aus dem Dorstener Kloster hier unterrichtet haben, der Unterricht wurde professioneller. Der Ort blieb jedoch derselbe: Alles begann in der Scheune des Hofes Breil. Diese existiert heute nicht mehr, auch der Standort des Hofes wurde verändert. Doch noch heute gibt es die Familie Breil: Ein Nachfahre des ersten “Schulträgers“ besucht zurzeit das erste Schuljahr.

Die Schule zu Grävingheide im Kirchspiel Dorsten

Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Lehrkräfte besser ausgebildet, der Unterrichtsbesuch wurde regelmäßiger. Man baute eine kleine Lehrerwohnung, in deren Anbau der erste Unterricht stattfand. Dieser erste Lehrer war Herr Johann Meuser, der dort bis 1824 unterrichtete. In dieser kleinen Schule wurden bis 1899 bis zu 80 Kinder unterrichtet, das geschah im Schichtbetrieb. Das Schulgebäude steht heute noch, im Ortsteil wird es das „Waldow´sche Haus“ genannt.

Hier sehen wir eine Schulklasse in den 1920er Jahren vor dem ersten Schulgebäude. Das Foto wurde uns zur Verfügung gestellt von der Familie Kremerskothen; der Gründer des Fuhrbetriebes, Albert senior, ist hier als Schulkind zu sehen.

Die Volksschule zu Grävingheide

1899 wurde die neue Schule gebaut, das Gebäude umfasste nur einen Klassenraum und eine weitere Lehrerwohnung. 1912 wurde die neue Schule um zwei Klassenräume und eine weitere Lehrerwohnung erweitert, jetzt erst wurde das alte Schulgebäude nicht mehr genutzt. Zuerst gab es nur zwei Klassen, eine reine Mädchenklasse und eine reine Jungenklasse, später kam eine dritte gemischte Klasse der Jahrgänge 1 bis 3 dazu. Die Kinder der Klassen 4 bis 8 blieben nach Geschlechtern getrennt.

Das Gebäude der Volksschule zu Grävingheide heute

Die Chronik der Mädchenschule befindet sich noch in unserer Schule, der letzte Eintrag erfolgte am 21. April 1911. Die nächste Schulchronik beginnt erst wieder 1946. Sie wurde von der Hauptlehrerin Frl. Elisabeth Thoenies geführt, die vom 12. September 1933 bis zum 2. April 1962 an der Volksschule in Altendorf-Ulfkotte unterrichtete. Warum die Chronik bis 1945 fehlt, lässt sich nur erahnen. Ab 1933 unterrichtete als Hauptlehrer Herr Felix Jaworski und als 2. Lehrer Franz Ehbrecht. Herr Jaworski unterrichtete nach 1945 nicht mehr, Herr Ehbrecht trat den Dienst wieder an. Es ist zu vermuten, dass die Chronik – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – in den Wirren der letzten Kriegstage verloren ging. Auch Protokolle, Klassenbücher, Schüler- und Zeugnislisten finden sich erst wieder nach 1945.

Herr Friedrich Ax unterrichtete als Hauptlehrer von 1879 bis 1920 an der Volksschule zu Gräwingheide. In der Festschrift zum 350jährigen Jubiläum des Schützenvereins hat seine Schwiegerenkeltochter Frau Josefa Ax die Schulentwicklung im 18. und 19. Jahrhundert ausführlich beschrieben.

Anfang der 1960er Jahre stieg die Schülerzahl stetig an, 1966 gab es sechs Klassen: drei im Hauptgebäude, jeweils eine weitere Klasse im alten Schulgebäude, im Feuerwehrgerätehaus und im Kindergarten. Ein Schulneubau war notwendig.

Neben den Namen der Schulleiter sind sicher noch die Namen weiterer Lehrkräfte interessant:

Frau Laux und Herr Steins kamen als Vertretungskräfte in den Jahren nach dem Weltkrieg,

August Hölting 1948 bis 1953

Herr Büter bis 1960

Karl Möller 1954 – 1957

Hildegard Erwig, geb. Hollmann 1957 – 1994

Clemens Wießing 1960 – 1962

Josefa Ax, geb. Winkler 1962 -1980

Emil Schühler 1965 – 1968

Alfons Pelz 1966 – 1968

Ursula Schulte 1967 – 1973

Die Kardinal-von-Galen-Schule

Schon am 9. Juni 1964 gab es mit dem Rat der Gemeinde Altendorf–Ulfkotte und dem Lehrerkollegium eine gemeinsame Besichtigungsfahrt von Schulneubauten. Abends entschied man sich in der Gaststätte Kremerskothen gegen die Fertigbauweise. Der Marler Amtsbaurat Gerhard Lösch stellte den ersten Plan vor. Im ersten Bauabschnitt sollten sechs Klassenräume errichtet werden, in einem zweiten weitere vier Klassenräume, Lehrmittelräume und eine Turnhalle.

Das Richtfest wurde am 1. Oktober 1966 gefeiert, das vollendete Gebäude am 23. Mai 1967 bezogen. Gebäude und Inventar kosteten 1 048 000 Deutsche Mark, den größten Teil brachte die selbstständige Gemeinde Altendorf-Ulfkotte selber auf.

Die feierliche Einweihung der Schule fand am 6. Juni 1967 statt.

Parallel zum Schulbau wurde auch das Schulsystem umgebaut. Der Schuljahresbeginn wurde von Ostern auf die Zeit nach den Sommerferien gelegt. Von Ostern 1966 bis zum Sommer 1967 gab es in fünfzehn Monaten zwei Kurzschuljahre. Einschulungen waren zu Ostern 1966, Anfang Dezember 1966 und wieder im Sommer 1967. Im Sommer 1968 wurde die Volksschule aufgelöst. Die Kardinal-von-Galen-Schule bleibt als Grundschule bestehen, die älteren Jahrgänge wechseln zur Agathaschule bzw. zur Martin-Luther-Schule. Im Schuljahr 1967/68 gehört Fräulein Marianne Kersting zum Kollegium.

Herr Leineweber geht als Rektor zur Bonifatiusschule nach Marl, Frau Erwig übernimmt die Schulleitung und als weitere Lehrkräfte sind Frau Schulte und Herr Ingomar Kranz tätig. Schon 1969 geht Herr Kranz; Herr Ruh und Frau Tuschewski kommen zum Kollegium dazu. Herr Pfarrer Beike übernimmt den katholischen Religionsunterricht.

Am 01. Januar 1975 tritt die kommunale Neuordnung in Kraft. Die selbstständige Gemeinde Altendorf-Ulfkotte wird ausgelöst und aus dem Amt Marl in die Stadt Dorsten überführt. Der Ortsteil Tönsholt wird aus Kirchhellen abgegeben und dem Stadtteil Altendorf-Ulfkotte zugewiesen. 20 Kinder aus diesem neuen Ortsteil kommen zu unserer Schule.

Martin Ruh geht im Sommer 1975 in Pension, die Schulleitung wird kommissarisch von Johannes Wessels, dem Konrektor der Wittenbrinkschule, übernommen. Gleichzeitig tritt Reinhard Jehkul seinen Dienst als Lehrer an dieser Schule an. Am 20. Januar 1976 übernimmt Johannes Kleimann die Dienstgeschäfte. Als erste Amtshandlung plant er mit dem Kollegium ein Schulfest aus Anlass des 30. Todestages des Kardinals. Die zweite Amtshandlung führte er ungern aus: Wegen der rückläufigen Schülerzahlen hatten Eltern Angst um den Bestand der Schule. Um die vielen nicht-katholischen Kinder aus Tönsholt und den Baugebieten an diese Schule zu binden, betrieb man die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule. Doch der Bischof von Münster schrieb ein deutliches Hirtenwort dagegen. Es kam zur Abstimmung: 117 Stimmen wurden abgegeben, 73 davon stimmten für die Umwandlung. Die erforderliche 2/3-Mehrheit wurde verfehlt. Die Kardinal-von-Galen-Schule blieb somit katholische Bekenntnisgrundschule. Als Stadtteilschule bieten wir jedoch evangelischen Religionsunterricht an. Lange Zeit gab es muttersprachlichen Unterricht in Türkisch, jetzt bieten wir – falls möglich – parallel zum Religionsunterricht Förderstunden für die muslimischen Kinder.

Das Kollegium bleibt bis 1978 unverändert. Herr Jehkul geht zum neuen Schuljahr zur Pestalozzischule in Dorsten, Frau Wulf stößt am 1. Februar 1979 zu uns, am 1. August 1979 Frau Just. Frau Ax geht im Sommer 1980 in Pension, Frau Diekmann kommt zum Schuljahr 1982/1983 neu in das Kollegium. Nach 36 Jahren Dienst geht Frau Erwig am 21. Juni 1994 in die Pension. Ihre Stelle übernimmt bis 1997 Frau Gabriele Mocnik, nach ihrem Weggang an die Wichernschule kommen Frau Lieselotte Keller und Herr Walter Köster zu unserer Schule. Der Schulleiter Johannes Kleimann erkrankt im Frühjahr 2000 längerfristig, Herr Köster übernimmt kommissarisch die Schulleitung. Frau Tuschewski wird im Jahr 2000 pensioniert, die Fehlstunden an unserer Schule wurden und werden bis heute durch Vertretungskräfte ausgeglichen. Die Namen dieser Lehrerinnen sind: Antje Korakewitsch, Anne Feldmann-Bromenne, Tanja Fegeler, Michaela Schwamberg, Eva Finger, Anja Schnabel, Saskia Mushold, Steffi Nölle, Katharina Düwel, Dorthe Krukenberg. Kurzfristig schauten auch immer mal wieder Pool-Lehrkräfte und Praktikantinnen und Praktikanten herein …

Weitere Schwerpunkte der Zeit bis zum Jahr 2000 sind:

1983 erhält die Schule mit Frau Barbara Börger eine Schulsekretärin. Im selben Jahr werden neue Fenster eingebaut und die Sonnenrollos installiert.

1984 hält Herr Kleimann die Rede zum Volkstrauertag am Ehrenmal, dabei hatten sich Friedensgruppen als Störer angesagt.

1985 beginnt die Planung der Mehrzweckhalle.

1986 erhält die Schule einen neuen Innenanstrich.

1988 werden die Spielgeräte auf dem hinteren Teil des Schulhofes errichtet.

1989 wird die Mehrzweckhalle eingeweiht.

Am 5. Juni 1992 wird das 25-jährige Jubiläum der Kardinal-von-Galen-Schule mit einem Schulfest gefeiert.

Der Hauswart Herr Lordieck geht am 4.2.1996 in den Ruhestand, seine Frau übernahm diese Aufgabe bis Ende 1999.

Am 10. Januar 2000 übernimmt das Ehepaar Agnes und Ernst Steinkamp die Aufgabe des Hausmeisterehepaares an unserer Schule, Herr Steinkamp ist noch für die Geschwister-Scholl-Schule in Dorsten zuständig.

Als Vertreter von Herrn Kleimann beendet Herr Walter Köster mit dem Kollegium die Arbeit am Schulprogramm, es wird Anfang 2001 abgestimmt und dem damaligen Schulrat Böhme übergeben.

Im Rahmen der Grundschulwoche führt das Kollegium im September 2000 Tage der Offenen Tür durch.

Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends richtet man den Blick auch auf das Gebäude und das äußere Gelände. Erste Vorgespräche zur Schulhofneugestaltung finden statt, das Schulgebäude wird auf PCB-Belastung und Schimmel untersucht. Gefährliche Stoffe lassen sich nicht nachweisen, die Firma Zabel hat damals gut gebaut! Doch blüht der Schimmel in beiden Treppenhäusern. Nach gelungener Trocknung bleiben hässliche Flecken und Streifen auf den Klinkerwänden.

Zum ersten Mal finden 2001 die Kinderkulturtage als gemeinsame Veranstaltung des Jugendamtes und der Vereine des Ortsteiles durch. Sie sind zu einem festen Termin am Ende der Herbstferien geworden.

Nach 15-jähriger Tätigkeit als Schulleiter geht Herr Kleimann am 5. Oktober 2001 in Pension. Am 17. April 2002 führt der damalige Schulrat Herr Hans Pappenheim Herrn Herbert Rentmeister offiziell in sein Amt als Rektor ein. Bis zu den Sommerferien pendelte dieser noch zwischen seinen Aufgaben als Schulleiter und als Klassenlehrer eines ersten Schuljahres an der Pestalozzischule in Dorsten hin und her. Im Schuljahr 2002/03 werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

Der TC 80 Altendorf-Ulfkotte führt zum ersten Mal eine Tennis-AG durch.

Ein ehemaliger Schüler, Herr Gisbert Lordieck, tritt in den Orden der Amigonianer ein.

Frau Barbara Börger geht am 8. Juli 2002 in den Ruhestand, ihre Nachfolgerin, Frau Petra Woll, kommt am 1. September 2002.

Auf Betreiben des Schulleiters wird am 30. Januar 2003 der Förderverein gegründet.

Am 25. März begeht der Bauausschuss der Stadt Dorsten unsere Schule. Die Elektroanlage muss erneuert werden. Außerdem erhalten wir im Rahmen der „e-nitiative“ Geld für die Vernetzung unserer Computeranlage, die Herr Dirk Schulz in vielen Stunden Arbeit besorgt und installiert hat. Da für beide Arbeiten Decken und Wände durchbrochen werden müssen, möchten wir die Arbeiten gerne bündeln. Dadurch verschiebt sich der Baustart jedoch auf die Sommerferien 2004.

Im April 2003 macht auf Betreiben des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Dorsten der Okay-Bus Station auf unserem Schulhof. Als Vorbereitung des kommenden Englischunterrichtes für die 3. Klassen können Schulklassen aus Dorsten in diesem Bus mit einem ‚native-speaker‘ eine virtuelle Fahrt durch London erleben.

Im Juni führen wir Projekttage zum Thema „Wald und Wiese“ durch.

Gemeinsam mit seinem vierten Schuljahr geht Herr Walter Köster am letzten Schultag in Pension. Doch niemals geht man so ganz: Weitere drei Jahre bietet er eine Holz-AG an der Schule an.

Ein Geschenk am letzten Schultag rührt uns alle an: Familie Bunzel überreicht dem Kollegium als Dank für die liebevolle Betreuung ihrer Kinder in den letzten zehn Jahren eine Bronzeplakette, die zur Kardinalserhebung 1946 in begrenzter Stückzahl aufgelegt wurde. Diese Plakette hat ihren Ehrenplatz in unserem Schulgebäude.

Im Schuljahr 2003/04 besteht das Kollegium aus den Lehrerinnen Just, Wulf, Keller, Diekmann, Fegeler, Ickenroth und dem Schulleiter Rentmeister. Der Förderverein richtet die Übermittagsbetreuung ein, in der Kinder nach der vierten Schulstunde bis 15:00 Uhr betreut werden können. Durch die Initiative des Fördervereins bleiben die Beiträge auf niedrigem Niveau, unsere „Ü“ ist die preiswerteste in NRW! Auch bei der Einführung des Englischunterrichtes wird der Förderverein finanziell initiativ: Wir werden sehr gut mit Materialien ausgestattet. Bei der Beschaffung dieser Materialien entsteht die Kooperation der drei „kleinen“ Schulen in Dorsten, der Wilhelm-Lehmbruck-Schule in Östrich, der Grundschule Deuten und der Kardinal-von-Galen-Schule. Eine bis heute bestehende und gut funktionierende Partnerschaft hat am 24. Oktober 2003 ihren Anfang genommen.

Der Schulhof wird Standort der 19. Geschichtsstation in Dorsten, noch nie waren bei einer Einweihung so viele Zuschauer zugegen.

Bei der Einweihung am 16. März 2004 versprechen die Jungen und Mädchen der 3. Klasse Bürgermeister Lütkenhorst, auf ‚ihre‘ Geschichtsstation besonders sorgfältig Acht zu geben.
Weitere Info …

Im Frühjahr 2004 werden neue Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschulen implementiert, das heißt den Kollegien näher gebracht. Uns ist bewusst, dass nur Frau Wulf und Herr Rentmeister die Umsetzung als aktive Lehrkräfte steuern können, denn das Kollegium wird sich Zug um Zug verändern. Frau Diekmann geht am letzten Schultag in Pension, Frau Fegeler tritt eine Stelle an einer Hauptschule in Köln an.

Doch muss vor den Sommerferien noch kräftig angepackt werden: Da die Elektroanlage erneuert und die Computervernetzung installiert wird, räumen wir die gesamte Schule aus. Mit Hubwagen, Paletten, Sackkarren und jeder Menge Hilfe der Eltern wird alles aus dem Schulgebäude hinaus in das Foyer geräumt und am Ende der Sommerferien wieder hinein.

Dabei trennen wir uns von so manchem Überflüssigen. Nach dem Umbau werden die Räume gestrichen, Eltern putzen die Fenster und so manche Ecke sieht nach langer Zeit wieder einen Putzlappen.

In den Herbstferien werden die Computer vernetzt, außerdem stiftet der Förderverein neue Gardinen. Unsere Schule strahlt wieder in neuem Glanz!

Doch setzen Veränderungen nicht nur außen an, auch innerlich tut sich was. Die Kollegien der drei „kleinen“ Schulen starten gemeinsam eine 15-tägige Lehrerfortbildung mit dem Thema „Das Lernen lernen – von Anfang an“. Diese pädagogische Auffrischung hat uns allen gut getan, die neuen Ansätze der Unterrichtsgestaltung prägen unser Schulleben und das Lernen der Kinder nachhaltig. Das Projekt der Kooperation der drei Grundschulen ist tragfähig!

Obwohl die Schülerzahl gleich hoch bleibt, müssen wir den krankheitsbedingten Ausfall von Frau Keller selbst auffangen. Das geht nur durch große Klassenstärken.

Am 26. Dezember 2004 feiert Bruder Gisbert seine Heimatprimiz in der Pausenhalle.

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Schuljahres ist die Projektwoche „Kardinal von Galen“, die wir vom 31. Mai bis 4. Juni 2005 im Vorfeld der Seligsprechung des Namensgebers unserer Schule durchführen. Noch nie waren wir als Kollegium vor einer Projektwoche so unsicher und noch nie empfanden wir eine solche Woche als so inhaltsreich und so erfolgreich wie diese. Das Gestaltungskonzept ging auf und vor allem der Freitag mit dem Besuch von Einrichtungen, in denen heute Menschen mit Behinderungen leben, wirkt nachhaltig. Zu den Bewohnern der Villa Keller entstand eine nähere Beziehung, die bis heute anhält. Gegenseitige Besuche, die gemeinsame Gestaltung des Adventfensters 2005 und vor allem die Fahrt zur Eröffnungsfeier der Fußballweltmeisterschaft der Menschen mit geistiger Behinderung am 27. August 2006 in die Köln-Arena setzen Akzente der freundschaftlichen Beziehungen.

Den Abschluss der Projektwoche bildete eine Fahrt nach Münster. Fünf Busse waren voll, das halbe Dorf stand leer. Vom Hindenburgplatz ging es zuerst in den Paulusdom. Hinter uns wurde die Tür für Besichtigungen geschlossen, wir durften einen eindrucksvollen Gottesdienst mit Herrn Weihbischof Dr. Josef Voß feiern. Das Grab des Kardinals konnten wir wegen Bauarbeiten leider nicht sehen, dennoch gingen wir in einer Prozession durch den Chorumgang des Hohen Doms an der Grablege des „Löwen von Münster“ vorbei.

Den Nachmittag verbrachten wir mit weiteren Löwen von Münster – im Allwetterzoo. Unsere Kinder konnten nach dieser Projektwoche die Seligsprechung am 9. Oktober 2005 leichter nachvollziehen. In jedem Jahr führen wir am Namenstag des Seligen Clemens-August – 22. März – einen Projekttag durch, damit auch nachrückende Klassen Gelegenheit haben, Leben und Wirken des Namenspatrones unserer Schule näher kennenzulernen.

Zum Ende des Schuljahres dürfen wir eine Lehrerstelle selbst ausschreiben. 80 Bewerbungen trudeln ein, 12 Personen laden wir ein, Frau Anja Schnabel suchen wir uns aus. Gemeinsam mit Frau Gisela Brand-Hesse tritt sie zu Beginn des Schuljahres 2005/06 ihren Dienst an unserer Schule an.

Im Herbst 2005 nimmt die Umgestaltung des Schulhofes endlich konkretere Formen an. Doch dazu wird Geld benötigt, viel Geld. Eine Idee nimmt Gestalt an: Alle Vereine, Verbände und die Parteien des Ortsteiles veranstalten am 4. Adventssonntag ein „Wintermärchen“. Jeder Verein steuert etwas bei und mit strahlendem Sonnenschein trifft sich Altendorf-Ulfkotte bei Musik, Essen und Getränken, Schwedenfeuer und Verkaufsbuden. Der Höhepunkt für die Kinder ist die Rodelbahn. Ein vier Meter hohes Gerüst und Schnee aus der Skihalle in Bottrop verwandeln unseren Schulhof für einen Tag in einen Winterkurort. Wer braucht da noch nach Davos zu reisen?

Das Wintermärchen – ein Beispiel für eine funktionierende Dorfgemeinschaft. Und 50% der Einnahmen bleiben für den Schulhof, die 2500 € tun uns gut!

Ende Februar 2006 wird Frau Keller pensioniert. Ihren Abschied werden wir erst am letzten Schultag offiziell feiern.

Im Mai 2006 kommt der Zirkus ins Dorf! Gemeinsam mit dem Kindergarten Hl. Kreuz und der Pädagogischen Initiative Unna führen wir ein Zirkus-Projekt durch. Mit 100 Helferinnen und Helfern verwandeln sich unsere Kinder in Clowns, Feuerschlucker, Akrobaten, Jongleure, Schwarzlichtschauspieler, Fakire, Einrad-Fahrer … Bei den vier Aufführungen der Kinder sprüht ihnen die Freude und das Selbstbewusstsein förmlich aus den Augen. Solch einen Zirkus wie diesen Circus Kardinelli sollten Kinder in ihrem Schulleben einmal mitmachen dürfen!

Die Vereine unterstützen uns wieder finanziell – eine Italienische Nacht im Zirkuszelt sichert die Finanzierung und begeistert alle, die dabei sind.

Nach diesem Höhepunkt hatten wir uns die Sommerferien verdient. Am letzten Schultag wurden die Kinder der vierten Klasse verabschiedet und die Kolleginnen Keller und Just gingen in Pension. Frau Just hat 27 Jahre lang viele Kinder als Klassenlehrerin durch ihr Schülerleben begleitet und daneben in anderen Klassen evangelische Religion und Schwimmen unterrichtet.

Es hat in all den Jahren keinen gravierenden Unfall gegeben, das kann man nur als Gnade sehen. Insgesamt gibt es nur sehr wenige Unfälle an unserer Schule; deshalb erhielten wir am 17. August 2006 vom Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe den Preis für die Schule mit den wenigsten Unfällen im Kreis Recklinghausen.

In das neue Schuljahr 2006/07 starteten wir mit einer weiteren neuen Lehrerin: Frau Anja Gröting. Sie verstärkt das Kollegium, das nun aus den weiteren Kolleginnen Wulf, Schnabel und Brand-Hesse und dem Schulleiter Rentmeister besteht. Fehlende weitere Stunden werden durch Abordnungen aus anderen Schulen besetzt, hier wechseln rasch die Namen der Lehrkräfte.

Den Einstieg des Kollegiums in das neue Schuljahr bildete die Teilnahme am Schützenfest 2006, denn das amtierende Königspaar ist aktiv in Schulpflegschaft und Förderverein.

Mit der Unterschrift unter den Kooperationsvertrag als Korrespondenzschule auf dem Weg zur Eigenverantwortlichen Schule am 16. August 2006 wird der Weg der Qualitätssteigerung von Unterricht an unserer Schule in Kooperation mit der Grundschule Deuten und der Wilhelm-Lehmbruck-Schule offensiv angegangen. Jüngere Kinder lernen trotz aller Methodenvielfalt besser in einem guten Lernumfeld.

Nach vierzig Jahren wird mit dem Schulfest am 16. und 17. Juni der neu gestaltete Schulhof mit großem Spielgerät und Sonnensegel der Schulgemeinde – vor allem den Kindern! – übergeben. Das Gebäude strahlt auch von innen in neuem Glanz: Die neue Elektroanlage, Anstrich, Erneuerung der Garderoben, Erneuerung des Schulmobiliars und der Tafeln, die Umgestaltung der Pausenhalle und die Mal-Aktion der Stirnwände der Treppenhäuser mit der Künstlerin Gisela Paul:

Wenn Innen und Außen – Unterrichtsqualität und Schulumfeld – übereinstimmen und kindgerecht sind, dann lernen Kinder gerne und gut. In dieser Hinsicht sind wir an der Kardinal-von-Galen-Schule für die Zukunft gut aufgestellt!

Im Jahr 2011 feiern wir den Zusammenschluss mit der Agatha-Grundschule in Dorsten-Altstadt. Die Kardinal-von-Galen-Schule heißt jetzt Agathaschule Teilstandort Altendorf-Ulfkotte. Der Schulleiter, Herr Rentmeister, übernimmt auch die Leitung der Agathaschule. Langsam wachsen die beiden Schulen zusammen. Die Klassen bekommen die Bezeichnung D (1d, 2d etc.).

In den Zeiten leerer Stadtkassen muss gespart werden und der Etat wird gekürzt. Die Schüler bekommen das leider zu spüren.

Die Schulleiter

ca. 1780 – 1824  Johann Meuser

1824 – 1829 Johann Peter Meuser

1829 – 1857 Gottfried Friedrich Wilhelm Heitmann

1857 – 1873 Joseph Wersel

1873 Anton Hartmann, Schulamtspräparant

1873 – 1875  Wilhelm Johannes Heimink

1875 – 1876 August Spörkel, Schulamtskandidat

1876 – 1879 Wilhelmine Brüggermann

1879 – 1920 Friedrich Ax

1899 – 1911 Anna Dingwerth als Leiterin der Mädchenschule

1920 – ?

? – 1945 Felix Jaworski

1946 – 1962 Elisabeth Thoenies

1962 – 1968 Alfons Leineweber

1968 – 1969 Hildegard Erwig

1969 – 1975 Martin Ruh

1975 – 1976 Johannes Wessels, kommissarische Leitung

1976 – 2000 Johannes Kleimann

2000 – 2002 Walter Köster, kommissarische Leitung

seit 2002 Herbert Rentmeister

Die Schülerzahlentwicklung

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